2026 Ausflug nach Bonn

2026 Ausflug nach Bonn

Zum Abschluss des diesjährigen Jahresprojekts „KraftSchöpfen“ und der Workshopthemen „Franz Marc und seine Tiere“ und „Die Tunisreise 1914“ ging es am 24. Oktober mit unseren Freunden der BeWo-Langenfeld nach Bonn. Die sachkundigen Führerinnen des Museums beschrieben uns die Geschichte des Hauses wie folgt:

Das August-Macke-Haus in Bonn ist heute als Museum ein besonderer Ort, an dem sich das Leben und Schaffen eines bedeutenden deutschen Malers entdecken lässt. August Macke lebte hier von 1911 bis 1914 gemeinsam mit seiner Frau Elisabeth und den beiden Söhnen. Das Haus war nicht nur das Zuhause seiner Familie, sondern auch ein wichtiger Ort für seine künstlerische Arbeit.

August Macke wurde am 3. Januar 1887 geboren. Schon früh entwickelte er eine große Leidenschaft für die Malerei. Auf Reisen und durch die Begegnung mit anderen Künstlern sammelte er neue Eindrücke und fand Inspiration für seine Werke. Er gehörte zu den wichtigsten Vertretern des deutschen Expressionismus, einer Kunstrichtung, bei der Farben und Formen eine besondere Rolle spielen.

August Mackes Frau, Elisabeth Macke (1888–1978), spielte in seiner Bonner Zeit eine wichtige Rolle – sowohl in seinem privaten Leben als auch für seine künstlerische Entwicklung. Ihre Familie stellte dem jungen Paar Ende 1910 das Haus in der Bonner Bornheimer Straße zur Verfügung. Im Dachgeschoss wurde nach August Mackes Vorstellungen ein helles Atelier eingerichtet. Dort entstanden über 400 seiner bedeutendsten Werke. Elisabeths Familie unterstützte das Paar auch finanziell. 

Das Ehepaar führte ein offenes und gastfreundliches Haus. Das Haus entwickelte sich zu einem Treffpunkt der jungen rheinischen Kunstszene, darunter den Bonner Studenten Max Ernst, Guillaume Apollinaire, Robert Delaunay, Gabriele Münter und Paul Klee.
Mit seinem engen Freund Franz Marc malte Macke 1912 das etwa 4 × 2 Meter große Wandbild Paradies an die Atelierwand.
Es wurde 1980 abgetragen und befindet sich heute im LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster. Im Atelier des heutigen Hauses ist eine Kopie in Originalgröße an dessen Stelle ausgestellt. 

Auch nach August Mackes frühem Tod als Soldat im 1. Weltkrieg im September 1914 blieb Elisabeth eng mit seiner Kunst verbunden. Sie setzte sich dafür ein, dass seine Werke bekannt wurden, und bewahrte wichtige Briefe und Unterlagen. Später schrieb sie ihre Erinnerungen an das gemeinsame Leben nieder. Damit trug sie wesentlich dazu bei, dass wir heute nicht nur Mackes Bilder, sondern auch seine Persönlichkeit und seinen Lebensweg besser verstehen können. Das August-Macke-Haus in Bonn bewahrt diese Erinnerung an diesen außergewöhnlichen Künstler. Es verbindet Kunst, Geschichte und persönliche Lebensgeschichte und macht deutlich, wie sehr August Macke die Entwicklung der modernen Malerei geprägt hat.

Zum Abschluss kehrten wir ins „Brönnsch“ ein, ein traditionelles Brauhaus in der Bonner Innenstadt, wo wir es uns gut gehen ließen bevor wir mit dem Bus die Heimreise antraten. Gesponsert wurde der Ausflug vom HPH-Freunde e.V., dem wir hier wieder herzlich danken.